Warum Kunst? Der Brückenschlag.

A. R. Penck, Markus Lüpertz, Jörg Immendorf. Mit diesen drei Repräsentanten der deutschen Kunstszene startete im Jahre 1996 die Thomapyrin® Kunstedition. 1997 folgten Elvira Bach, Eduardo Arranz Bravo und Günther Förg, 1998 Georg Baselitz und Helge Leiberg. Nach dem erfolgreichen Start des UNICEF Kunstprojektes "Meine Kindheit - Schmerz und Heilung" im Sommer 1998 wurde die Edition 1999 mit Walter Stöhrer, Günther Uecker und Maxim Kantor fortgesetzt. 2000 folgten Max Uhlig und Gustavo, 2001 bislang Arnulf Rainer, Rainer Fetting und Christo und Jeanne-Claude.

Anlass für diese Kunstedition war 1996 das 50jährige Jubiläum des Schmerzmittels Thomapyrin. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim möchte die Brücke zwischen subjektiver Befindlichkeit und objektiver Realität verbildlichen. Schmerzen sind subjektive Erfahrung ebenso wie der persönliche Umgang mit Kunst. Pharmazeutika sind an wissenschaftlichen Maßstäben also "objektiver Realität" zu messende Produkte - nicht anders als sich die Kunst gesellschaftlichen Urteilen zu stellen hat.

Neu ist dieser Brückenschlag nicht. Erst mit der Aufklärung setzte sich die Trennung von Körper und Seele durch, die sich heute in einer akademischen Schulmedizin einerseits und einer durch Erfahrungen begründenden Ganzheitsmedizin andererseits ausdrückt. Jeder dritte Deutsche ist Anhänger der psychosomatischen Auffassung, weitere 15 Prozent stehen ihr wohlwollend gegenüber. Mithin ist die Überzeugung auf dem Vormarsch, dass organische Funktionen im engem Zusammenhang mit Seele, Gefühl, Befindlichkeit stehen.

Was also liegt näher für ein Industrieunternehmen, das sich in der Chemie der Schmerzen engagiert, als sich auch der Emotionen des Schmerzes anzunehmen. Kunst ist mentale Medizin. Kunst drückt mit emotionalen Mitteln alle Kategorien der Gefühlsskala aus. Kunst kann Wohlbefinden schaffen - ebenso wie Thomapyrin® Tabletten Kopfschmerzen beseitigen und Wohlbefinden schaffen. Kunst greift Zeittrends auf, genauso wie die Medizin ein Spiegelbild des zeitgenössischen Menschenbildes ist. Aus diesen Parallelen entstand die Edition "50 Jahre Thomapyrin".

Am Anfang war die Idee. Der Absicht stand freilich die Schwierigkeit gegenüber, die heterogene Kunstszene an diese Thematik heranzuführen. Zwar haben Künstler zu allen Zeiten den Schmerz thematisiert. Die Kunstgeschichte zeichnet vielfältige Spuren dieser Thematik. Doch weit schwerer fällt diese Spurensuche in der zeitgenössischen Kunst. Fast unmerklich setzt sich die alchemistische Auffassung durch, dass der mechanistische Zeitgeist und sein gefühlsgesteuertes Bewusstsein eine Einheit darstellen - wie sie übrigens den Alltag jedes Apothekers in seiner Offizin zwischen Pillenschachtel und Cremetigeln ausmacht.

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Die Kunstwerke erscheinen in einer handsignierten und limitierten Auflage von jeweils 100 Exemplaren.

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Die Thomapyrin® Kunstedition

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Edition für UNICEF 2004

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(letzte Aktualisierung: 23. April 2008)

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