Das Phänomen Schmerz

Unangenehm aber lebenswichtig

Schmerz ist ein wichtiges Warnsignal. Er schützt uns vor Gefahren wie großer Hitze oder weist auf Verletzungen hin. Dabei ist Schmerz immer subjektiv. Jeder Mensch empfindet und verarbeitet Schmerzen anders. Spezielle Schmerzrezeptoren, die empfindlich auf innere oder äußere Reize reagieren, gibt es fast überall im Körper. Werden sie aktiviert, lösen sie ein elektrisches Signal aus, das über die Nervenzellen zum Rückenmark und schließlich an das Gehirn weitergeleitet wird. Man spürt einen Schmerz. Manchmal werden Impulse aber auch derart gefiltert oder durch Hormone abgeschwächt, dass beispielsweise eine Verletzung nicht zwangsläufig zu Schmerzen führt. Umgekehrt können aber auch Schmerzen auftreten, ohne dass eine Verletzung vorliegt.

Akuter und chronischer Schmerz

Geht ein direkter Reiz voraus, handelt es sich um einen akuten Schmerz. Er ist meistens auf den geschädigten Bereich begrenzt und verschwindet wieder, sobald die Ursache behoben und eine Heilung des verletzten oder erkrankten Körperteils eingetreten ist.

Manchmal bleiben Schmerzen jedoch länger bestehen und lassen sich nicht mehr direkt mit einem Auslöser in Verbindung bringen. Solche Beschwerden bezeichnet man als chronische Schmerzen. Auch hier kann eine Verletzung oder Erkrankung am Anfang gestanden haben. Doch dann haben sich die Schmerzen verselbständigt. Chronische Schmerzen stellen eine eigenständige Erkrankung dar. Experten sprechen davon, wenn die Beschwerden seit mindestens drei Monaten bestehen und Betroffene in ihrer Beweglichkeit, in Stimmung und Verhalten und im sozialen Miteinander beeinträchtigen.

Das Schmerzgedächtnis: Rechtzeitiges Behandeln beugt vor

Schmerzen, die nicht ausreichend behandelt werden, können Spuren im zentralen Nervensystem hinterlassen. Der Prozess ähnelt dem Vorgang beim Lernen einer Fremdsprache. Dort müssen Vokabeln so oft wiederholt werden, bis sie im Gedächtnis verankert und schnell abrufbar sind. Auch Schmerzimpulse, die immer wieder ausgesendet werden, führen zu einer Umprogrammierung der Nervenzellen. Die Schmerzschwelle sinkt, sodass selbst kleine Reize schon heftige Schmerzen auslösen können. Um das zu verhindern, sollten Schmerzen ernstgenommen und rechtzeitig behandelt werden. Thomapyrin® bietet dafür verschiedene Produkte.