Neue Untersuchung zu Eiscreme-Kopfschmerz

Dezember 2016

Blitzartig auftretender, stechender Schmerz im Kopf und das unangenehme Gefühl, das Gehirn friere irgendwie ein. Beim Kontakt kalter Substanzen mit dem Gaumen spüren viele kurz einen sogenannten Eiscreme-Kopfschmerz, englisch auch brain freeze (Hirnfrost) genannt. Je schneller man das Eis in sich hineinschlingt, desto heftiger tritt er in Erscheinung. Forscher interpretieren ihn als Warnsignal, das vor einer Unterkühlung im Gehirn schützen soll. Doch was löst den Schmerz aus? Dies untersuchen Wissenschaftler, u. a. der Doktorand Stephan Mages unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Zierz, an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsklinik Halle (Saale). Für eine Studie wurde eine Kopfhalterung entwickelt, die mit mehreren Ultraschallsonden den Blutfluss misst. Im Unterschied zu anderen Studien ermittelte Mages1, dass der Blutfluss auf den Kältereiz hin zu- und nicht abnimmt. Eine Vision der Forscher: Eventuell lassen sich aus den Resultaten ihrer Tests auch Erkenntnisse zur Entstehung von Kopfschmerzen gewinnen.