Entwarnung: Kaffee ist auch bei PMS erlaubt

März 2017

Brustspannen, gereizte und niedergeschlagene Stimmung, Wassereinlagerungen, unreine Haut – viele Frauen kämpfen an den Tagen vor den Tagen mit dem prämenstruellen Syndrom (PMS). Kaffee beziehungsweise Koffein standen bislang im Verdacht, die Beschwerden zu verstärken.
Eine neue Studie1 gibt Entwarnung: Im Rahmen der Nurses’ Health Study 2 wurden von 1.234 Frauen mit PMS anhand von Fragebögen Daten zu prämenstruellen Beschwerden erhoben. Außerdem gaben sie Auskunft über ihren Koffein-, Kaffee- und Tee-Konsum. Verglichen wurden die Ergebnisse mit denen von 2.426 Frauen, bei denen sich keine oder nur schwache PMS-Symptome zeigten. Dabei stellte sich heraus, dass selbst die Einnahme hoher Koffeinmengen nicht zu einem gesteigerten PMS-Risiko führt. Daraus schließen die Experten, dass die bisherige Empfehlung, auf Koffein möglichst zu verzichten, vermutlich nicht dabei hilft, typische Beschwerden wie z. B. Brustspannen zu vermeiden.

  • 1 Purdue-Smithe AC et al. A prospective study of caffeine and coffee intake and premenstrual syndrome. Am J Clin Nutr 2016; 104: 499–507